
Barbara Yelin: Riekes Notizen | Buchover: © Reprodukt Verlag
„Mein Zeichenstift ist das Werkzeug und die entstehende Skizze die Landkarte, um Fragen zu entdecken, Leerstellen zu erforschen und Geschichten aufzuspüren.“
Auf diese Weise beschreibt die 1977 in München geborene Zeichnerin Barbara Yelin ihr Werk, welches sich jedoch nicht nur durch die gewählten Themen, sondern auch durch die Weise, in der sie erzählt werden, auszeichnet.

Barbara Yelin:Gift, Le Retard, irmina | Buchcover: © Reprodukt Verlag
Es sind nicht viele Künstler in der Lage so mit der ganzen Palette, die der Farben, wie die der Emotionen zu spielen. Barbara Yelin weiß sowohl mit düsteren Bleistiftzeichnung in ihrem 2010 in Zusammenarbeit mit Autor Peer Meer erschienenem Werk
Gift zu überzeugen, als auch in dem 2012 erschienenem Comic
Riekes Notizen mit bunten Farben und bestechendem Witz zu verzaubern.
Mit dem Max und Moritz-Preis wurde sie allerdings für ein anderes Werk ausgezeichnet,
Irmina, in welchem sie das Leben einer jungen Frau im London der 30er Jahre porträtiert.
Ihre Zeichnungen treffen in Stil und Farbgebung immer den gewünschten Ton und es gelingt der Autor wahrhaftig mit Bildern zu erzählen. Ihre Werke finden jedoch erst in den letzten Jahren einen solchen Anklang in Deutschland. Bekannt wurde und ist die Autorin eher im Ausland, vor allen im Frankreich.

Barbara Yelin: Vor allem eins: Dir selbst sei treu | Buchcover und Auschnitt: © Reprodukt Verlag
Zu ihren Arbeitgebern im deutschen Raum zählt neben der Frankfurter Rundschau auch das Goethe Institut, für welches sie in Kairo (2012), Indien (2012) und Indonesien (2013) als Dozentin arbeitete. Auch ihr neuestes Werk
Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron., welches im September erscheint und sich mit der Schauspielerin und Friedensaktivistin Channa Maron beschäftigt, eine Zusammenarbeit mit dem Grafiker David Polonsky
(Waltz with Bashir) ist auf Auftrag des Goethe-Instituts Israel entstanden.
Ihre beiden anfangs genannten Werke
Gift und
Rikes Notizen sind in der Bibliothek vorhanden und ausleihbar.
Geschrieben von:
Valentin Hermann Munteanu